Ich war viele Jahre lang Professor am „Conservatoire de musique du Québec“, während meiner Zeit als Solo-Bratscher beim Orchestre symphonique de Québec (1986–1991).
Von 1996 bis 2003 unterrichtete ich zudem an der Musikhochschule Karlsruhe. Danach entschied ich mich dazu, mich verstärkt auf meine Karriere als Solist, Kammermusiker und Orchestermusiker zu konzentrieren – und um ehrlich zu sein, um auch etwas mehr Zeit für mein Familienleben zu haben…
Da ich das Unterrichten aber liebe, besuche ich seit 1986 bis heute in unregelmäßigeren Abständen Schulen und andere Einrichtungen für Meisterkurse. Viele davon über viele Jahre hinweg: in Belgien (Academie in Brügge), Frankreich (Haute Ecole de Musique Strasbourg), Brasilien (UERJ Rio de Janeiro), Kanada (SOAP in British Columbia, Glenn-Gould Music School in Toronto, Domaine Forget, Orford Academy), der Schweiz (Basel, Neufchâtel), Österreich (Viola Symposium Feldkirch), Australien (Universitäten in Melbourne, Brisbane und Adelaide sowie das Sydney Conservatorium), Griechenland (MAASK) und Deutschland (Orchesterzentrum NRW in Dortmund).
Natürlich ist die Arbeit an der eigenen Technik ein Muss. Aber Kammermusik mit anderen Musikern zu spielen – wenn möglich mit solchen, die besser sind als man selbst – und das so oft wie möglich, ist der eigentliche Schlüssel zum Erfolg.
Die Rolle der Bratsche in der Kammermusik und im Orchester ist es, gleichzeitig das Bindeglied, der Passgeber, der Koordinator und der Friedensstifter zu sein! Abgesehen davon: Wenn Sie jemals eine Mahler-Sinfonie gespielt haben – da es in seiner Musik so typisch ist –, erinnern Sie sich, wie oft der Wechsel von Farben und Akkorden durch eine einzige Note den Bratschen anvertraut wird? Die „Blue Note“ … meine große Liebe.
Ich werde oft gefragt, welche Qualitäten für mich bei einem Bratscher am wichtigsten sind. Flexibilität! Und eine fundierte Kenntnis der Partitur, egal was man spielt.
